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Orbita: Canalis opticus nach Rhese PDF Print E-Mail

Foto: SoloPix


Aufnahmetechnische Parameter:

18/24 hoch, Raster

Lagerung des Patienten:

Patient ist in Bauchlage, er dreht den Kopf um ca. 35-40° auf die zu untersuchende Seite und legt das Auge mit seinen knöchernen Begrenzungen auf die Mitte der Kassette. Der obere Orbitalrand, das Jochbein und das Nasenskelett liegen somit auf der Kassette. Die DHE steht senkrecht zur Kassette, die MSE bildet mit dem Zentralstrahl einen Winkel von 35-40°.

Zentrierung:

Der Zentralstrahl bildet mit der DHE einen Winkel von 20-25° cranio-caudal und zielt auf das zu untersuchende Auge. Fußpunkt des Zentralstrahls: er ergibt sich aus dem oberen Punkt eines gleichseitigen Dreiecks (Schön`sches Dreieck), dessen Seitenlänge der Abstand von der Protuberantia externa zum Processus mastoideus ist.

Kriterium der gut eingestellten Aufnahme:

Wenn der Canalis opticus orthograd getroffen ist, so stellt er sich im unteren äußeren Quadranten der Orbita dar. Erkennbar auch der Proc. clinoideus. Die Linie des planum spenoidale, die zum canalis oticus führt, gehört zur Gegenseite.
Wird auf eine Darstellung der ganzen Orbitaspitze mit der Umgebung des Canalis opticus Wert gelegt, so wird der Kopf weniger gedreht (ca. 25-30°) und der Winkel zur DHE ist geringer (ca. 10-15°). Es bildet sich dann der Canalis opticus in der Mitte der lateralen Orbitahälfte ab.

Sonstiges/Anmerkungen:

- Ist der Canalis opticus in der oberen Orbitalhälfte, so wurde zu wenig geneigt.
- Ist der Canalis opticus außerhalb des lateralen Orbitarandes dargestellt, ist der Kopf zu viel zur Seite gedreht.
Canalis opticus: Kanal für den Sehnerv (II. Hirnnerv = Nerv. opticus) und die A. Ophthalmica.
Er liegt im kleinen Keilbeinflügel (Ala minor ossis sphenoidalis) und zieht von der inneren Schädelbasis aus betrachtet: von medial cranial nach lateral caudal. Fissura orbitalis superior:
Spalt wischen großem und kleinen Keilbeinflügel.